Frankenwerft
Die Frankenwerft ist heute eine nur für Fußgänger zugängliche Straße zwischen Rheinufer und Altstadt. Oft wird sie auch mit der Rheinpromenade gleichgesetzt. Die Frankenwerft verläuft südlich von der Deutzer Brücke bis nördlich zur Hohenzollernbrücke. Nahe der Deutzer Brücke befindet sich der Rheinpegel, mittig der Fischmarkt mit der Kirche Groß St. Martin und nördlich grenzt der Heinrich-Böll-Platz vor der Philharmonie an.
Der Verkehr wird durch den in den 80er Jahren entstandenen Rheinufertunnel geleitet. Vielfältige Gastronomie mit Außenterassen laden insbesondere die vielen Touristen zu einer Pause ein. Im Sommer bevölkern Radfahrer und Jogger die Rheinpromenade, Fahrgäste warten auf die Schiffe der Köln-Düsseldorfer.
In früherer Zeit war hier reger Hafenbetrieb mit Zollamt und Stadtmauer, wovon aber nur noch das wieder aufgebaute Stapelhaus übrig geblieben ist. Der Name "Werft" kommt jedoch daher. Nachdem im Süden 1898 der Rheinauhafen fertig gestellt wurde, verlor die Frankenwerft als Hafenanlage an Bedeutung.
Die historische Rheinpromenade Kölns zwischen Hohenzollernbrücke und Deutzer Brücke — direkt am Wasser. Der Name geht auf die nahegelegene Frankenpforte der mittelalterlichen Stadtmauer zurück (siehe Am Frankenturm). Vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert war die Frankenwerft der bedeutendste Hafenabschnitt Kölns: Hier landeten die Rheinschiffe ihre Waren — Wein, Salz, Heringe, Schiefer, Bauholz —, hier griff das Kölner Stapelrecht. Mit dem Bau der heutigen Promenade verschwand der alte Hafen; das Rheinufer wurde durch Aufschüttung um bis zu 9,5 Meter in den Strom hinaus verschoben. Seit 1982 verläuft der Autoverkehr unterirdisch in einem Tunnel; oberirdisch ist die Frankenwerft heute autofreie Spazier- und Joggingmeile mit Anlegern für die Köln-Düsseldorfer Personenschifffahrt.