Heinrich-Böll-Platz
Benannt nach Heinrich Böll (1917–1985), in Köln geborenem Schriftsteller und Nobelpreisträger für Literatur 1972. Böll wuchs in einer streng katholischen, pazifistischen Bildhauerfamilie auf, die den Nationalsozialismus ablehnte; er weigerte sich, der Hitlerjugend beizutreten. Nach Wehrmachtsdienst in Polen, Frankreich, Rumänien, Ungarn und der Sowjetunion war er bei Kriegsende verwundet und desertierte. Ab 1947 lebte er als freier Schriftsteller in Köln. 1951 brachte ihm sein Beitrag „Die schwarzen Schafe" auf der Tagung der Gruppe 47 den Durchbruch. Wichtige Werke: „Wo warst du, Adam?", „Billard um halb zehn", „Ansichten eines Clowns", „Die verlorene Ehre der Katharina Blum". 1967 erhielt er den Georg-Büchner-Preis, 1972 als fünfter Deutscher den Literaturnobelpreis. Der Platz vor der Philharmonie und dem Museum Ludwig — direkt am Dom — ist eine der prominentesten Adressen Kölns.
Quellen: