Friesenstr.
Erinnert an die friesischen Tuch- und Fischhändler, die im Früh- und Hochmittelalter einen erheblichen Anteil am Kölner Fernhandel hatten. Die Friesen, ein Stamm an der Nordseeküste zwischen Niederlanden und Dänemark, waren die wichtigsten Seefahrer und Tuchproduzenten im karolingischen Nordwesteuropa. 1165 wird die Straße als „platea Frisorum" erwähnt, 1291 als „Vrisingasse"; das nahe Friesentor heißt 1244 „porta Frisea". Um 1100 sind in Quellen Bewohner mit friesischen Namen wie Titwardus Friso, Wuardus Friso und Hellewicus Friso belegt. Mit dem Niedergang des friesischen Tuchhandels im 13. Jahrhundert ging die ethnische Konzentration verloren — die Namen Friesenstr., Friesenwall, Friesenplatz und Friesentor blieben aber bis heute erhalten und prägen das beliebte Friesenviertel.
Quellen:
1 Fotografien
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Stolpersteine in dieser Straße
Erinnerung an Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Die kleinen Messingsteine wurden vom Künstler Gunter Demnig vor dem jeweils letzten frei gewählten Wohnort verlegt.