Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Kardinal-Höffner-Platz

Länge
50 m
Hausnummern
50667: ungerade 1–1
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Stadtteil
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Benannt nach Joseph Kardinal Höffner (1906–1987), Erzbischof von Köln 1969–1987, Nachfolger von Kardinal Frings (siehe Kardinal-Frings-Str.). Höffner war ein vierfach promovierter Theologe und Wirtschaftswissenschaftler; sein 1962 erschienenes Hauptwerk „Christliche Gesellschaftslehre" wurde in mehrere Sprachen übersetzt und etablierte ihn als Mitbegründer der christlichen Soziallehre als wissenschaftliche Disziplin. Er saß als Bischof von Münster (1962–69) und Erzbischof von Köln (1969–87) im Vatikan und auf der deutschen Bischofskonferenz, deren Vorsitzender er von 1976 bis 1987 war. 2003 ehrte ihn der Staat Israel postum als „Gerechter unter den Völkern" — er hatte während des Zweiten Weltkriegs jüdisches Leben gerettet. Sein Grab befindet sich in der Bischofsgruft des Kölner Doms. In jüngerer Zeit wurde sein Verhältnis zum Missbrauchsskandal und zur Aufarbeitung des NS-Regimes kritisch diskutiert.

Quellen: