Kardinal-Frings-Str.
Benannt nach Joseph Kardinal Frings (1887–1978), Erzbischof von Köln 1942–1969 — eine der prägendsten Gestalten der deutschen katholischen Kirche im 20. Jahrhundert. In seiner berühmten Silvesterpredigt 1946 in St. Engelbert/Riehl erklärte Frings, das Sammeln von Kohle von Eisenbahngleisen sei in der Hungernot der Nachkriegszeit kein Diebstahl — daraus wurde der Volksbegriff „fringsen" (= aus Not stehlen) im Kölschen. Beim Zweiten Vatikanischen Konzil 1962–65 spielte Frings eine Schlüsselrolle: Seine freie Eingangsrede legte die zentralen Reformpräsiden fest und brach die Vorherrschaft der römischen Kurie. Mit den Liturgie-Reformen, der Öffnung zur Ökumene und der Stärkung der Bischofssynoden veränderte er die katholische Kirche grundlegend. Frings war der „rheinische Kardinal" — volksverbunden, mutig und international wirksam.
Quellen: