Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Karl-Küpper-Platz

Länge
25 m
Hausnummern
50667
Fotografien
0 Bilder
Stadtteil
📷 Street View wird geladen …

Benannt nach Karl Küpper (1905–1970), Kölner Karnevalist und einer der wenigen Bühnenkünstler im Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Küpper, Bühnenname „d'r Verdötschte" (= „der Verbogene/Verrückte"), war seit 1927 Karnevalsredner. Er nutzte den Hitlergruß subversiv: Auf der Bütt streckte er den Arm hoch und sagte „Su huh litt bei uns dr Dreck em Keller!" (So hoch liegt bei uns der Dreck im Keller). 1938 wurde er als bester deutscher Karnevalist geehrt — im Januar 1939 erhielt er Redeverbot durch die NS-Behörden. Auch nach dem Krieg blieb er kompromisslos: Als er 1952 mit dem Hitlergruß und den Worten „Er eß ald widder am rähne" („Es regnet schon wieder") begann, distanzierten sich auch Karnevalsveranstalter von ihm. Seit 2020 verleiht die Stadt Köln den Karl-Küpper-Preis für Demokratie-Engagement.

Quellen: