Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026
2 Denkmale

Cäcilienstr.

Länge
514 m
Hausnummern
50667: ungerade 29–35, gerade 24–48
Fotografien
1 Bild
Stadtteil
Die neue Durchbruchstraße 1938 · Historisch

Benannt nach dem ehemaligen Stift St. Cäcilien — einem der ältesten Kanonissenstifte Kölns, gegründet zwischen 866 und 881 von Erzbischof Willibert. Patronin war die hl. Cäcilia von Rom (~3. Jahrhundert), legendäre frühchristliche Märtyrerin und seit dem 16. Jahrhundert Patronin der Musik und der Musiker. Bis 1474 war St. Cäcilien ein adliges Kanonissenstift, dann übernahmen Augustinerinnen das Kloster. Mit der Säkularisation 1802 wurde es aufgehoben; die Klosterkirche diente 150 Jahre als städtisches Krankenhaus. Seit 1956 beherbergt der romanische Kirchenbau das berühmte Museum Schnütgen für mittelalterliche Kunst — es ging auf die Sammlung des Kölner Domherrn Alexander Schnütgen zurück, der 1906 seine umfangreiche Privatsammlung der Stadt Köln stiftete.


Ebenso wie die ehemalige Kirche, die sich an ihrer Seite befindet, erhielt die Straße ihren Namen in Anlehnung an die römische Heilige St. Cäcilia. Wie so viele andere wichtige Persönlichkeiten der Kirchengeschichte, starb sie den Märtyrertod.

Im Mittelalter wurde in Köln das Cäcilienkloster gegründet, bei dem es sich um einen adligen Damenstift handelte - die Kirche, die heute das Schnütgen-Museum beherbergt, entstand im 12. Jahrhundert. An der Straße befinden sich unter anderem die Volkshochschule und das "Belgische Haus". Dieses war 1950 das erste ausländische Kulturinstitut Kölns. Es ist Sitz des Generalkonsulats, des Verkehramtes und zahlreicher belgischer Verbände.

Die Cäcilienstraße verbindet den Neumarkt mit der Augustinerstraße. Gekreuzt wird sie von der Nord-Süd-Fahrt und der Hohe Straße.

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