Altstadt-Süd bildet zusammen mit Altstadt-Nord die historische Mitte Kölns und gehört zum Bezirk Innenstadt. Die Grenze zwischen beiden Altstadtteilen verläuft entlang der Achse Cäcilienstraße–Neumarkt–Hahnenstraße; die Kölner Ringe trennen den Stadtteil von der Neustadt, der Rhein begrenzt ihn im Osten.
Wie kein anderer Stadtteil ist Altstadt-Süd von „Veedeln" geprägt – Vierteln, die meist nach den hier gelegenen Stiften und Klöstern benannt sind. Dazu zählen das Cäcilienviertel mit dem Griechenmarktviertel, das Mauritiusviertel, das Georgsviertel, das Kapitol-Viertel und das Pantaleonsviertel. Das bekannteste ist das Severinsviertel, auf Kölsch „Vringsveedel", benannt nach der Basilika St. Severin.
Altstadt-Süd ist reich an romanischen Kirchen: St. Severin, St. Maria im Kapitol, St. Georg, St. Aposteln, St. Pantaleon und St. Maria Lyskirchen gehören zu den zwölf großen romanischen Kirchen Kölns. Mit der Trinitatiskirche von 1860 steht hier zudem die älteste eigens als evangelische Kirche erbaute Kirche im linksrheinischen Köln. An die mittelalterliche Färberei erinnern Straßennamen wie Blaubach und der Waidmarkt.
Wirtschaftsgeschichte schrieb die Schokoladenfabrik Stollwerck, die ab 1872 im Severinsviertel produzierte; ihre imposante Anlage trug den Spitznamen „Kamelle-Dom". Heute erinnert das Bürgerhaus Stollwerck daran. Am Rhein liegt der zum Wohn- und Bürostandort umgebaute Rheinauhafen.
Altstadt-Süd ist heute ein lebendiger, dicht bebauter Wohn- und Ausgehstadtteil; die Kölner Südstadt gilt als eines der beliebtesten Wohnviertel der Stadt.