Waisenhausgasse
Ihren Namen verlieh der Straße ein im Jahr 1800 gegründetes Waisenhaus, welches bis 1917 existierte. Zuvor hatte man die Straße Walengasse genannt, was auf die Wallonen bezogen war. Den Bewohner der belgischen Region Wallonie. Das Waisenhaus, welches knapp 200 Kindern Obdach und eine Ausbildung bot, stand am Perlengraben. Von dort aus führt die Waisenhausgasse bis zum Salierring. An der Straße liegt auch ein Eingang zu St. Pantaleon.
Frühere Bezeichnung: Walengasse, Waisengasse, Rue des orpheliens
Benannt nach einem ehemaligen Waisenhaus. Solche Stiftungseinrichtungen für elternlose Kinder waren im mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Köln wichtig; oft wurden sie von kirchlichen Institutionen oder Patrizier-Familien finanziert. Mit der städtischen Sozialgesetzgebung des 20. Jh. wandelten sich Waisenhäuser zu Kinderheimen.
Quellen:
Verbundene Baudenkmäler
Nr. 17: Wohnhaus
Nr. 31: Wohnhaus
Nr. 33: Wohnhaus
Nr. 35: Wohnhaus
Nr. 37: Wohnhaus
Nr. 39: Wohnhaus
Nr. 41: Wohnhaus
Nr. 43: Wohnhaus
Nr. 45: Wohnhaus
Nr. 51: Wohnhaus
Stolpersteine in dieser Straße
Erinnerung an Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Die kleinen Messingsteine wurden vom Künstler Gunter Demnig vor dem jeweils letzten frei gewählten Wohnort verlegt.