Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026
1 Denkmal

Blaubach

Länge
426 m
Hausnummern
50676: ungerade 1–13, gerade 2–34
Fotografien
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Stadtteil
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Unter dem Blaubach verläuft der Duffesbach, an dem die Blaufärber früher ihrer Arbeit nachgingen. Sie stellten blaues Leinen her, welches weit über Köln hinaus zur Herstellung von Arbeitskleidung diente. Der dafür nötige Farbstoff "Waid" wurde übrigens am nahen Waidmarkt gehandelt. Nördlich des Blaubachs findet man noch gut erhaltene Reste der alten Stadtmauer.

Am Blaubach 4 wurde im Haus Weinsberg Wilhelm Joest geboren, der mit seinem Schwager Eugen von Rautenstrauch Stifter des nach ihnen benannten Rautenstrauch-Joest-Museums für Völkerkunde wurde. Der Museumsstifter (Wallraf-Richartz-Museum) Johann Heinrich Richartz lebte ab 1835 im Blaubach 45/49. Während der Nazizeit befand sich im Blaubach 1 die Gauleitung der "Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt".

Heute ist der Blaubach eine mehrspurige Straße und verläuft als Verlängerung des Rothgerberbachs nach Osten zum Waidmarkt. Das Finanzamt Köln-Mitte und das Justizvollzugsamt Rheinland sind am Blaubach beheimatet.

Benannt nach dem ehemaligen Blaubach – einem kleinen, im mittelalterlichen Köln in den Rhein mündenden Wasserlauf. Der Bach soll wegen der Färber-Gewerbe entlang seines Laufs blau verfärbt gewesen sein (Indigo-/Waid-Färberei). Heute komplett verrohrt, der Straßenname dokumentiert den ehemaligen Bach-Verlauf.

Quellen:

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