Quirinstr.
Benannt nach dem hl. Quirinus von Neuss, einem römischen Tribun und Märtyrer des 2. Jahrhunderts, der unter Kaiser Hadrian (117–138) enthauptet worden sein soll. Quirinus' Reliquien wurden 1050 von Papst Leo IX. der Neusser Äbtissin Gepa geschenkt — seit dem 11. Jahrhundert ist er Stadtpatron von Neuss, wo seine Gebeine im prächtigen Quirinus-Münster (1209–1250) verehrt werden. Im Mittelalter zählte Neuss neben Köln und Aachen zu den wichtigsten Pilgerzielen des Rheinlands. Auch im Erzbistum Köln wird Quirinus liturgisch geehrt — sein Festtag (30. April) ist im Erzbistum Köln Hochfest. Die Kölner Quirinstr. erinnert an die enge Verbindung Kölns zur Nachbarstadt Neuss; bis zur Säkularisation 1802 gehörte das Quirinusstift dem Kölner Erzbistum.
Quellen: