Am Weidenbach
Der Weidenbach verläuft von der Neuen Weyerstraße zum Salierring. Früher verlief hier der Duffesbach (hier Weidenbach genannt), der am sog. Bachtor die Stadtmauer querte und in die Stadt eintrat. Die Weidenbäume am Ufer waren wahrscheinlich ursächlich für die Namensgebung.
Östlich des Weidenbachs liegt das Kloster und Kirche St. Pantaleon mit dem großen Klostergarten. Im Mittelalter gab es hier ausgedehnte Weingärten, wo auch der Weidenbacher Riesling angebaut wurde. Heute ist in der Straße der Sitz des Finanzamt Köln-Süd. Erwähnenswert auch das beliebte Brauhaus Weiß.
Frühere Bezeichnung: bacstraze, Off der Weschbach, Auf der kleinen Feldbach, Aufm Pantaleonskloster, Ruisseau des saules, Pantaleonskloster, Clo!tre St. Pantaleon
Benannt nach einem ehemaligen Bach mit Weidenbestand. Im mittelalterlichen Köln durchzogen mehrere kleine Bäche das Stadtgebiet (Duffesbach, Blaubach u.a.); mit der Hygienemodernisierung des 19. Jh. wurden viele dieser Bäche kanalisiert oder verlegt. Weiden waren typische Begleitvegetation feuchter Niederungen.
Quellen:
Interessantes in der Straße
Verbundene Baudenkmäler
Nr. 2-6: Verwaltungsgebäude (Finanzämter Köln-Altstadt, Köln-Süd)
Nr. 12-14: Verwaltungsgebäude (ehem. Köln-Bonner-Eisenbahn)
Nr. 24: Wohn- u. Geschäftshaus
Nr. 33: Wohnhaus
Nr. 35: Wohnhaus
Nr. 37: Wohn- u. Geschäftshaus
Stolpersteine in dieser Straße
Erinnerung an Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Die kleinen Messingsteine wurden vom Künstler Gunter Demnig vor dem jeweils letzten frei gewählten Wohnort verlegt.