Karl-Berbuer-Platz
Benannt nach Karl Berbür (1900–1977), in Köln geborenem Bäcker, Komponisten, Krätzchen-Sänger und einem der populärsten Karnevalsmusiker der Nachkriegszeit. Berbür schrieb in Summe rund 120 Lieder und Couplets; seine berühmtesten sind „Heidewitzka, Herr Kapitän" (1936) und der „Trizonesien-Song" (1948) „Mer sin de Eingeborene vun Trizonesien". Letzterer wurde — laut mündlicher Überlieferung — wegen des fehlenden offiziellen Nationalliedes als Ersatzhymne der Bundesrepublik bei internationalen Sportveranstaltungen gespielt, bis 1952 das Deutschlandlied als Nationalhymne festgelegt wurde. Berbür erhielt die Willi-Ostermann-Medaille, die höchste Auszeichnung Kölner Mundartmusiker. Auf dem Karl-Berbür-Platz steht seit 1987 ein Bronzebrunnen von Bonifatius Stirnberg mit einem „Narrenschiff" und Figuren aus Berbürs Liedern.
Quellen: