Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026
25 Denkmale

Severinstr.

Länge
1.052 m
Hausnummern
50678: ungerade 1–193, gerade 2–162a | 50676: ungerade 199–241, gerade 194–218g
Fotografien
4 Bilder
Stadtteil
Einsturzstelle Historisches Archiv 2010

Eine der ältesten Straßen Kölns — sie folgt dem Verlauf der römischen Via Agrippinensis, der Heeresstraße von Köln nach Bonn (lat. Bonna). Die Severinstraße verbindet das Stadtinnere (vom Heumarkt) über Chlodwigplatz und Severinstor mit dem Süden Kölns. Sie ist namensgebend für das beliebte Severinsviertel (Vringsveedel) — ein traditionelles Arbeiter- und Handwerkerviertel mit eigener Identität, eigenen Karnevalsvereinen („Vringsveedel-Korps") und einem starken Bürgersinn. Im Mittelalter führte hier der berüchtigte Schandgang der Verbrecher von der Innenstadt zum Severinstor — Verurteilte mussten in einem Holzmantel („Huick") durch die Straße laufen, beschimpft und geschlagen, bis sie das Backhaus Schmitz (Severinstr. 5) passiert hatten. Heute ist die Severinstr. eine lebhafte Geschäfts- und Gastronomiemeile.

Quellen:

Interessantes in der Straße

Verbundene Baudenkmäler

Stolpersteine in dieser Straße

Erinnerung an Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Die kleinen Messingsteine wurden vom Künstler Gunter Demnig vor dem jeweils letzten frei gewählten Wohnort verlegt.