Balduinstr.
Benannt nach Balduin von Luxemburg (~1285–1354), Erzbischof und Kurfürst von Trier 1307–1354 — einer der einflussreichsten Reichsfürsten des 14. Jahrhunderts und Bruder Kaiser Heinrichs VII. Balduin verband die Erzbistümer Trier, Mainz, Speyer und zeitweise auch Köln durch geschickte Politik und Gebietserwerb miteinander; mit Boppard, Oberwesel und Limburg sicherte er den Reisekorridor seiner Kurfürsten zwischen Trier, Koblenz, Mainz und Köln. Balduin verband geistliche und weltliche Macht in einer Person — er war zugleich Erzbischof, Kurfürst und Territorialherr. Über 250 erhaltene Bauten — Burgen, Kirchen, Brücken — werden ihm zugeschrieben. Er gilt als „bedeutendster Erzbischof in der Geschichte des Erzbistums Trier". Die Kölner Balduinstraße ehrt damit einen Erzbischof eines anderen Bistums — der aber als Reichsfürst auch in Köln präsent war.
Quellen: