Josef-Haubrich-Hof
Benannt nach Josef Haubrich (1889–1961), in Köln geborenem Juristen und einem der bedeutendsten Kunstsammler des deutschen Expressionismus. Haubrich begann ab den 1920er Jahren systematisch Werke der zeitgenössischen Avantgarde zu sammeln — gegen den Geschmack des konservativen Kölner Bürgertums. In der NS-Zeit, als das Regime 1937 die „Entartete Kunst"-Aktion startete und tausende moderne Werke aus deutschen Museen entfernte, versteckte Haubrich seine Sammlung auf dem Land. 1946 stiftete er sie der Stadt Köln als Ersatz für die von den Nationalsozialisten konfiszierten Werke. Die Sammlung umfasste u.a. 6 Gemälde von Nolde, 4 zentrale Werke von Kokoschka, 4 Gemälde von Chagall, 7 Skulpturen von Lehmbruck, dazu Werke von Dix, Vlaminck, Utrillo, Pechstein, Schmidt-Rottluff, Heckel, Picasso. Die Stiftung war eine der bedeutendsten Privatschenkungen an ein deutsches Museum nach 1945. Die Josef-Haubrich-Kunsthalle existierte von 1967 bis 2001.
Quellen: