Jean-Jülich-Weg
Benannt nach Jean Jülich (1929–2011), in Köln geborenem Widerstandskämpfer und einer der bekanntesten Kölner Edelweißpiraten — der oppositionellen Jugendgruppe gegen das NS-Regime. Jülichs Vater war kommunistischer Funktionär und ab 1932 im Untergrund; Jean trat 1942 mit 13 Jahren der Edelweißpiraten-Gruppe in Sülz am Manderscheider Platz bei. Gemeinsam überklebten sie NS-Propagandaplakate, sabotierten Munitionszüge, halfen Deserteuren und Zwangsarbeitern. Die Edelweißpiraten verbündeten sich mit der Ehrenfeldgruppe um Hans Steinbrück und Cilly Servé; am 10. November 1944 wurden 13 Mitglieder am Bahnhof Ehrenfeld öffentlich gehängt. Jülich, damals 15, blieb bis Kriegsende ohne Prozess in Gestapo-Haft (Brauweiler, Siegburg, Butzbach, Rockenberg). 1984 wurde er von Yad Vashem als „Gerechter unter den Völkern" geehrt; 2008 erhielt er die Heine-Büste in Düsseldorf für seinen lebenslangen Einsatz gegen Rechts. Er starb 2011 in Köln.
Quellen: