Jabachstr.
Benannt nach der berühmten Kölner Kaufmannsfamilie Jabach, die seit dem 15. Jahrhundert in Köln nachweisbar war und im 16./17. Jahrhundert europaweit bedeutend im Pelz-, Tuch- und Banker-Geschäft war. Zentral ist Everhard Jabach (1618–1695): in Köln geboren, ging er 1638 nach Paris, wurde dort einer der größten Bankiers seiner Zeit, Direktor der Französischen Ostindien-Kompanie und Vertrauter von Kardinal Mazarin und Jean-Baptiste Colbert. Jabach war außerdem einer der bedeutendsten Kunstsammler des 17. Jahrhunderts: Er besaß die größte private Handzeichnungs-Sammlung seiner Zeit. Als er 1671 in finanzielle Bedrängnis kam, gingen 5.542 Zeichnungen und 101 Gemälde an König Ludwig XIV. über — sie bilden bis heute einen wesentlichen Grundstock des Louvre (Werke von Michelangelo, Raffäl, Dürer, Holbein, Grünewald). Die Familie blieb in Köln auch in der Sternengasse präsent.
Quellen: