Marienplatz
Direkt vor der bedeutenden romanischen Basilika St. Maria im Kapitol — einer der zwölf großen romanischen Kirchen Kölns und der ältesten Marienkirche der Stadt. Die Kirche steht auf den Ruinen eines römischen Tempels (Capitol — daher der Beiname); vor 717 ließ Plektrudis (siehe Plectrudengasse), Frau Pippins des Mittleren, hier eine erste Kirche errichten. Die heutige Dreikonchen-Anlage entstand Mitte des 11. Jahrhunderts unter Erzbischof Hermann II. und seiner Schwester Ida, der Äbtissin des angrenzenden Frauenstifts; der Grundriss folgt dem der Geburtskirche in Bethlehem. Im Krieg 1944 schwer zerstört, wurde sie bis 1984 wiederaufgebaut. Im Marienplatz-Viertel verschmelzen frühchristliche, ottonische und romanische Schichten der Kölner Geschichte — eine bemerkenswerte Tiefe.
Quellen: