Alexianerstr.
Die Alexianerstraße liegt zwischen der Nord-Süd-Fahrt, dem Hohenstaufenring sowie dem Neumarkt und verbindet den Kleinen Griechenmarkt mit dem Mauritiussteinweg. Durch die Nähe zum Neumarkt sind sehr gute ÖPNV-Anbindung und Einkaufsmöglichkeiten gegeben. Der Name der Alexianerstraße erinnert an einen Krankenpflege-Orden, der im 14. Jahrhundert zur Pflege der Pestkranken in der Lungengasse gegründet wurde und 1829 das ehemalige Nonnenkloster an St. Mauritius erwarb.
Benannt nach den Kölner Alexianern, einer katholischen Laienbruderschaft für Krankenpflege. Aus der spätmittelalterlichen Begarden-Bewegung entstanden, nannten sich die Brüder ab etwa 1430 Celliten und wählten den hl. Alexius von Edessa († 417 in Rom) als Patron — daher der Name „Alexianer". 1507 erkannte Papst Julius II. sie als eigenen Orden an. Die Alexianer pflegten Kranke, Arme und Pestopfer — und übernahmen oft auch die Bestattung der Verstorbenen. In Köln betrieben sie ab dem 15. Jahrhundert ein Pflegekloster mit Hospital, später eine psychiatrische Anstalt; ein Alexianer-Krankenhaus existiert bis heute, allerdings rechtsrheinisch. Die Alexianerstr. liegt in der Severinsvorstadt — wo die Bruderschaft jahrhundertelang ihren Sitz hatte.
Quellen:
Stolpersteine in dieser Straße
Erinnerung an Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Die kleinen Messingsteine wurden vom Künstler Gunter Demnig vor dem jeweils letzten frei gewählten Wohnort verlegt.