Agrippastr.
Die Agrippastraße verläuft von der Hohen Pforte im Georgsviertel bis zur Poststraße im Griechenmarkt-Viertel. Geteilt wird sie durch die Neuköllner Straße, der Verlängerung der Nord-Südfahrt. An der Kreuzung Agrippastraße/Neuköllner Straße befindet sich auch die Feuer- und Rettungswache 1. In diesem Haus wurde der Kölner Mundart-Dichter Karl Berbuer im Jahre 1900 geboren.
Westlich der Nord-Süd-Fahrt verläuft die Agrippa-Straße entlang des gleichnamigen Agrippabades, einem der Kölner Hallenbäder. Am Ende der Straße findet man die Bundesagentur für Außenwirtschaft.
Benannt nach Marcus Vipsanius Agrippa (~64–12 v. Chr.), römischem Feldherrn, engem Vertrauten Kaiser Augustus' und faktischem Stadtgründer Kölns. In den Jahren 39/38 v. Chr. und 19/18 v. Chr. bereiste Agrippa als Statthalter im Auftrag des Augustus die rheinische Region, ließ sie vermessen und siedelte den germanischen Stamm der Ubier auf der linken Rheinseite an — als Gegenleistung für Bündnistreue. So entstand das „Oppidum Ubiorum" auf dem heutigen Domhügel mit der Ara Ubiorum als Provinzheiligtum. Aus dieser Siedlung wurde im Jahr 50 n. Chr. auf Bitten von Agrippas Enkelin Agrippina der Jüngeren die Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA) — Vorläufer des heutigen Köln. Die Agrippastr. erhielt ihren heutigen Namen 1875 beim Stadtumbau im Griechenmarktviertel.
Quellen:
Interessantes in der Straße
Verbundene Baudenkmäler
Stolpersteine in dieser Straße
Erinnerung an Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Die kleinen Messingsteine wurden vom Künstler Gunter Demnig vor dem jeweils letzten frei gewählten Wohnort verlegt.