Pantaleonstr.
Wie Pantaleonsmühlengasse, Pantaleonswall und Am Pantaleonsberg nach der berühmten romanischen Basilika St. Pantaleon benannt (siehe Am Pantaleonsberg). Patron ist der hl. Pantaleon (~275–305), Arzt aus Nikomedia und Märtyrer unter Diokletian — Patron der Ärzte, Hebammen und Erntehelfer. Im 10. Jahrhundert ließ Erzbischof Bruno I. (siehe Brunostr.) die Basilika erbauen; sie ist 980 geweiht. In der Krypta sind sowohl Bruno I. als auch die byzantinische Kaiserin Theophanu († 991) bestattet — Frau Kaiser Otto II. und Mutter Otto III. Die Verbindung von ottonischer und byzantinischer Kunst macht St. Pantaleon zu einem der bedeutendsten Kunstdenkmäler des Hochmittelalters in Mitteleuropa.
Quellen:
Stolpersteine in dieser Straße
Erinnerung an Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Die kleinen Messingsteine wurden vom Künstler Gunter Demnig vor dem jeweils letzten frei gewählten Wohnort verlegt.