Laura-Oelbermann-Promenade
Benannt nach Laura von Ölbermann (1846–1929, geb. Nickel), in Köln geborener Mäzenin und Stifterin. Aus einer Bürstenhandwerker-Familie stammend, heiratete sie 1866 den vermögenden Tuchhändler Emil Ölbermann und lebte mit ihm zunächst in New York, wo drei Söhne geboren wurden. 1878 zog die Familie zurück nach Köln. Tragisch verlor Laura erst ihren Mann (1897), dann alle fünf Söhne — die strenggläubige Protestantin widmete sich daraufhin in radikalem Umfang der Wohltätigkeit. 1900 initiierte sie die Gründung der evangelischen „Frauenhilfe"; sie stiftete 150.000 Mark für das erste evangelische Krankenhaus Kölns (im Weyertal); finanzierte Säuglings- und Tagespflegestätten; ihre Stiftung von einer Million Mark trug ihren Namen. Am 15. August 1918 — einer der letzten überhaupt — wurde sie von Kaiser Wilhelm II. in den erblichen Adelsstand erhoben. Sie liegt auf Melaten begraben. Die Promenade wurde im Rheinauhafen auf Initiative des Kölner Frauengeschichtsvereins nach ihr benannt.
Quellen: