Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Judengasse

Länge
71 m
Hausnummern
50667
Fotografien
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Stadtteil
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Erinnert an das mittelalterliche jüdische Viertel Kölns — eine der ältesten dokumentierten jüdischen Gemeinden in Mitteleuropa, urkundlich nachgewiesen bereits 321 n. Chr. in einem Edikt Konstantins. Das Judenviertel lag westlich des Alten Markts zwischen Rathaus und Goldgasse; die Judengasse war seine östliche Begrenzung. Hier standen die Synagoge (heute archäologisch unter dem Haus Kleine Budengasse 7 erhalten), die Mikwe (ritülles Tauchbad, eine der ältesten erhaltenen in Europa) und Wohnhäuser jüdischer Familien. In der Bartholomäusnacht 1349 — während der Pestepidemie — kam es in Köln zur sogenannten „Judenschlacht": Ein aufgehetzter Mob ermordete den größten Teil der Bewohner und brannte das Viertel nieder. 1424 wurden die Juden „auf alle Ewigkeit" aus Köln verbannt. Auf dem Areal entsteht heute das Jüdische Museum MiQua.

Quellen: