Gürzenichstr.
Trägt den Namen des berühmten Gürzenich — neben dem Rathaus der wichtigste mittelalterliche Profanbau Kölns. 1441–1447 ließ der Rat der Stadt das Gebäude als städtisches Tanz- und Kaufhaus auf dem Grundstück der Patrizierfamilie von Gürzenich errichten. Das Erdgeschoss war Markthalle, im großen Festsaal im Obergeschoss feierten Kaiser, Fürsten und Bürger; auch Reichstage und Gerichtstage wurden hier abgehalten. Im 19. Jahrhundert wurde der Gürzenich zum wichtigsten Konzert- und Karnevals-Saal Kölns. 1943 in großen Teilen zerstört, wurde der Bau 1952–55 von Karl Band (siehe Karl-Band-Platz) und Rudolf Schwarz aus den gotischen Umfassungsmauern und der Ruine der Kirche Alt St. Alban wiederaufgebaut. Die Gürzenich-Konzerte sind eine der ältesten Konzertreihen Deutschlands.
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