Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Unter Fettenhennen

Länge
84 m
Hausnummern
50667: ungerade 7–11, gerade 2–4
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Stadtteil
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Trägt einen der ungewöhnlichsten Kölner Straßennamen — er kommt von einer mittelalterlichen Brothalle, die sich um 1270 hier befand: „Die herumlaufenden Hühner mästeten sich an den Bröselresten" — daher „Fette Hennen". Im 16. Jahrhundert wurde aus dem Haus „zo der vetter henne" der Straßenname. Eine alternative Etymologie verweist auf das Druckersignet des berühmten Kölner Druckers Franz Birckmann (16. Jahrhundert): die Henne unter der Birke. „Fette Hennen" ist im Druckerjargon zudem die Bezeichnung für fette Anfangsbuchstaben. Über die Straße führte die ehemalige Pfaffenpforte (auch Nordtor) — das nördliche Stadttor der römischen CCAA aus flavischer Zeit (50–90 n. Chr.). Es kontrollierte den Zugang zum Dom und wurde 1825–1829 abgebrochen, weil man die Straße erweiterte.

Quellen: