Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Erich-Klibansky-Platz

Länge
17 m
Hausnummern
50667
Fotografien
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Stadtteil
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Benannt nach Erich Klibansky (1900–1942), Direktor und Lehrer der ersten jüdischen Oberschule des Rheinlands, der Jawne in Köln. Klibansky übernahm 1929 die Leitung des 1919 gegründeten Jüdischen Realgymnasiums; 1937 hatte die Schule 423 Schülerinnen und Schüler. Ab Januar 1939 gelang es ihm in vier „Kindertransporten", fünf Klassen mit insgesamt rund 130 Schülerinnen und Schülern und mehreren Lehrern nach England zu retten. Er selbst, seine Frau Meta David und ihre drei Söhne sowie etwa 100 Jawne-Schüler wurden im Juli 1942 nach Minsk deportiert; Klibansky starb am 24. Juli 1942 nahe Minsk. Der Platz vor dem Hauptbahnhof — auf dem Areal der ehemaligen Jawne-Schule — ist heute zentraler Erinnerungsort an die Schoa der Kölner Juden; das angegliederte Lern- und Gedenkort Jawne dokumentiert die Geschichte. Die rote Färbung des Brunnens 2024 durch Unbekannte sorgte für überregionale Empörung.

Quellen: