Gereonskloster
Bezeichnet den engeren Bezirk des historischen Stifts St. Gereon. Anders als bei einem Konventskloster waren die Stiftsherren keine Mönche, sondern Weltgeistliche — gut gebildete Adlige und Bürgerssöhne, die einer gemeinsamen Liturgie verpflichtet waren, aber privates Vermögen und Wohnung haben durften. Das Stift St. Gereon ging auf eine Gründung im 4. Jahrhundert zurück; der Erzbischof Anno II. ließ die Basilika 1067–1069 wiederaufbauen. Im 11.–13. Jahrhundert wurde sie um den berühmten Dekagon-Kuppelbau erweitert — die größte Kuppel nördlich der Alpen vor 1248. Bei den Erweiterungsarbeiten Annos II. wurden 1067 unverweste Leichen mit kostbarer Kleidung gefunden, die als Grabstätten der Heiligen Gereon und Gregorius Maurus identifiziert wurden — Anlass für die spätere große Kirche.
Quellen: