Salzgasse
Die Salzgasse ist ein typisches Altstadt-Gässchen und führt vom Heumarkt zum Buttermarkt. Im Mittelalter verkauften hier die Salzhändler ihre Ware, die vor allem zum Konservieren von Fisch, Fleisch und Gemüse verwendet wurde. Es handelt sich hierbei um einen der ältesten Straßennamen Kölns. In der Nähe der Salzgasse finden sich Groß Sankt Martin sowie das Stapelhaus.
Trägt einen mittelalterlichen Berufs-Straßennamen — hier wurde im Mittelalter Salz gehandelt und gelagert. Salz war im Mittelalter „weißes Gold": Ein lebenswichtiges Konservierungsmittel für Fleisch und Fisch und ein wichtiges Wirtschaftsgut. Köln, mit seinem Stapelrecht (siehe Am Leystapel), war zentraler Umschlagplatz für Salz aus den niederrheinischen, lothringischen und norddeutschen Salinen. Das nahe „Am Salzmagazin" — heute eine Adresse — verweist auf das ehemalige städtische Salzlagerhaus. Die Salzgasse selbst war die Wohn- und Geschäftsadresse der Salzhändler, einer der wirtschaftlich stärksten Zünfte der Stadt.