Breite Str.
Einst war diese Straße eine der breitesten innerhalb der Stadtmauern und so verdankt sie diesem Umstand ihren Namen. Die heutige Bebauung und Nutzung durch den Straßenverkehr lassen sie jedoch alles andere als breit erscheinen.
In der Vergangenheit standen an diesem Ort prächtige Bauten, die einige bedeutende Persönlichkeiten der Geschichte beherbergten. So nächtigten im 1794 entstandenen "Kaiserlichen Hof" der preußische Kronprinz Friedrich Wilhelm und Prinz Friedrich, als Friedrich Wilhelm im Sommer 1814 seine Begeisterung für den Dombau entdeckte. Einen Zwischenstopp legte hier auch Franz I. von Österreich ab, als er im September 1818 zum Aachener Friedenskongress reiste. Im selben Jahr hatte einige Meter weiter im Palais Geyr Zar Alexander I. Quartier bezogen.
Heutzutage finden sich vor allem Geschäftsräume an der Straße. So stehen hier unter anderem die WDR-Arkaden, das DuMont-Careè und das Karstadt Kaufhaus. Folgt man dem Straßenverlauf vom Offenbachplatz aus, führt er zur Ehrenstraße.
Eine der ältesten Hauptstraßen Kölns — bereits in römischer Zeit als westlicher Decumanus (West-Ost-Achse) angelegt und seit dem Mittelalter eine zentrale Verbindung zwischen Heumarkt/Alter Markt und Neumarkt. Der Name „Breite Straße" ist seit dem 13. Jahrhundert belegt und verweist auf die für mittelalterliche Verhältnisse außergewöhnliche Breite. Hier standen prächtige Patrizierhäuser, das berühmte Overstolzenhaus (heute Museum für Angewandte Kunst, MAKK) und seit dem 19. Jahrhundert große Geschäftshäuser. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Breite Straße fast komplett zerstört; der Wiederaufbau ab den 1950er Jahren prägt das heutige Bild als Geschäftsstraße der unteren Innenstadt.
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Interessantes in der Straße
Verbundene Baudenkmäler
Stolpersteine in dieser Straße
Erinnerung an Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Die kleinen Messingsteine wurden vom Künstler Gunter Demnig vor dem jeweils letzten frei gewählten Wohnort verlegt.