Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Klingelpütz

Länge
453 m
Hausnummern
50670: ungerade 25–49, gerade 2–70
Fotografien
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Stadtteil
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Trägt den Namen des berüchtigten Kölner Gefängnisses Klingelpütz, das hier von 1838 bis 1969 betrieben wurde. Der Name kommt von einem mittelalterlichen „Klingelpütz" = einer Brunnenstelle (Pütz = Brunnen) mit Glocke (Klingel). In der NS-Zeit wurde das Gefängnis ab 1933 zur zentralen Hinrichtungsstätte für das Rheinland — wegen seines nicht einsehbaren Innenhofs. Über 1.000 Menschen wurden hier mit dem Fallbeil hingerichtet, darunter politische Gegner aus den Sondergerichten Aachen, Düsseldorf, Essen, Köln, sowie Todesurteile des Volksgerichtshofs Berlin. Im April 1944 fanden 13 Mitglieder der Edelweißpiraten hier den Tod. Schon kurz nach Kriegsende wurden 1945 mehr als 80 verscharrte Leichen gefunden. 1969 wurde das Gefängnis geschlossen; an seiner Stelle entstand der Klingelpützpark mit einem Gedenkstein für die NS-Opfer.

Quellen:

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