Deutz ist der einzige rechtsrheinische Stadtteil des Bezirks Innenstadt und mit über 520 Hektar zugleich dessen größter. Für das überwiegend linksrheinische Köln liegt Deutz auf der „Schäl Sick" – der „falschen Seite" des Rheins.
Deutz ist die Keimzelle des rechtsrheinischen Köln und blickt auf eine über 1.700-jährige Geschichte zurück. Um 310 bis 315 ließ Kaiser Konstantin hier das Kastell Divitia errichten – eine stark befestigte Militäranlage, die als Brückenkopf einer Rheinbrücke und als Schutz gegen die Germanen auf der rechten Rheinseite diente. Aus dem lateinischen Namen Divitia entwickelte sich über Duitia und Tuitium der heutige Name; auf Kölsch heißt der Stadtteil „Düx". Reste des Kastells sind heute im Historischen Park Deutz markiert und gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Nach den Römern bauten die Franken im Kastell einen Königshof; später gründete Erzbischof Heribert hier eine Benediktinerabtei, die Deutz eine kulturelle Blüte brachte. Über Jahrhunderte war Deutz eine selbstständige Stadt und bot dem linksrheinischen Köln trotzig die Stirn; zur Bürgermeisterei Deutz gehörten lange auch Poll, Kalk und Vingst. 1888 wurde Deutz nach Köln eingemeindet – gemeinsam mit Poll als erste rechtsrheinische Stadtteile.
Heute ist Deutz ein bedeutender Messe-, Medien- und Veranstaltungsstandort. Hier liegen die Koelnmesse mit dem markanten Messeturm, die Lanxess Arena mit ihrem als „Henkelmännchen" bekannten Stahlbogen, der Hauptsitz von RTL Deutschland sowie der wichtige Bahnhof Köln Messe/Deutz. Der Rheinpark und das Deutzer Rheinufer mit dem Rheinboulevard bieten einen vielgerühmten Blick auf das Panorama der Altstadt.