An St. Heinrich
Benannt nach Kaiser Heinrich II. (973–1024), letztem Kaiser des sächsischen Hauses (Ottonen) und engem Vertrauten und Förderer von Erzbischof Heribert von Köln (siehe Heribertusstr.). Heinrich II. wurde 1014 in Rom zum Kaiser gekrönt; sein Verhältnis zu Heribert war durch tiefe Freundschaft und politische Zusammenarbeit geprägt. Beide förderten die Reichskirche und die cluniazensische Klosterreform. Heinrich II. unterstützte auch Heriberts Stiftung der Abtei Deutz (1003) — daher der Name „An St. Heinrich". Heinrich II. ist der einzige heiliggesprochene deutsche Kaiser (1146 von Papst Eugen III.); seine Frau, Kaiserin Kunigunde, wurde 1200 ebenfalls heiliggesprochen — beide gemeinsam mit Heribert die zentralen Marien-, Reichs- und Kirchenpolitik-Heiligen des Hochmittelalters.
Quellen: