Arminiusstr.
Benannt nach Arminius (~17 v. Chr. – ~21 n. Chr.), Cheruskerfürsten und einer der bekanntesten Gestalten der germanischen Frühgeschichte — bei deutschen Romantikern als „Hermann der Cherusker" verklärt. Arminius war als junger Mann in römischen Diensten ausgebildet, römischer Bürger und sogar ritterlichen Rangs (eques romanus); zurückgekehrt nach Germanien, organisierte er einen Stammesbund. 9 n. Chr. führte er in der berühmten Varusschlacht im Teutoburger Wald (Kalkriese) einen Hinterhalt, in dem drei römische Legionen unter Statthalter Publius Quinctilius Varus vernichtet wurden — eine der größten militärischen Niederlagen Roms überhaupt. Die Folge: Rom gab das Vorhaben auf, Germanien östlich des Rheins zur Provinz zu machen. Arminius wurde durch Stammesfehden ermordet (~21). Seine Frau war Thusnelda (siehe Thusneldastr.). Im 19. Jahrhundert wurde Arminius zum nationalromantischen Helden — das gigantische Hermannsdenkmal bei Detmold (1875) erinnert an ihn.
Quellen: