Willy-Brandt-Platz
1997 benannte die Stadt Köln diesen neu geschaffenen Platz nach dem vierten Bundeskanzler der Bundesrepublik. Sein richtiger Name war eigentlich Herbert Karl Frahm und Willy Brandt bloß ein Tarnname für die Zeit im Exil während der NS-Herrschaft. Nach dem Krieg aber ließ sich Brandt diesen Namen offiziell anerkennen. Von 1957 war er Regierender Bürgermeister Berlins. Für seine Ostpolitik, die auf Dialog statt Konfrontation setzte, erhielt er 1971 den Friedensnobelpreis. 1992 starb Brandt in Unkel am Rhein.
Der nach im benannte Platz liegt in direkter Nähe der Justinian - und Constantinstraße. Innerhalb von wenigen Minuten Fußweg gelangt man zur Lanxess Arena (Kölnarena).
Willy Brandt (1913–1992), SPD-Politiker und 4. Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland (1969–1974). Brandt — geboren in Lübeck als Herbert Frahm — emigrierte 1933 vor den Nationalsozialisten nach Norwegen und Schweden. Nach 1945 zurückgekehrt, war er von 1957 bis 1966 Regierender Bürgermeister von West-Berlin; in dieser Funktion erlebte er den Mauerbau 1961 und prägte die Berliner Identität entscheidend. Als Bundeskanzler ab 1969 leitete er mit seiner „Ostpolitik" die Aussöhnung mit Polen, Sowjetunion und DDR ein. Sein Kniefall von Warschau (7. Dezember 1970) vor dem Mahnmal des jüdischen Ghettos wurde zum Symbol deutscher Reue und Versöhnung. 1971 erhielt er den Friedensnobelpreis. Nach der Guillaume-Affäre 1974 trat er als Kanzler zurück. Er starb 1992. Der Willy-Brandt-Platz in Deutz vor der Lanxess-Arena erinnert an einen der prägendsten Politiker der deutschen Nachkriegszeit.