Otto-Gerig-Str.
Benannt nach Otto Gerig (1885–1944), Gewerkschafter und Politiker der Zentrumspartei — NS-Opfer. Gerig war seit 1913 Zentrums-Mitglied; 1921–1924 saß er im preußischen Landtag, 1923–1933 im Reichstag. Mit der Machtübernahme 1933 begann seine Verfolgung — er wurde aus dem Deutschen Handlungsgehilfen-Verband entlassen und verlor seine Pension. Während der „Aktion Gitter" nach dem 20. Juli 1944 wurde Gerig am 23. August verhaftet, ins berüchtigte EL-DE-Haus (Gestapo-Zentrale Köln) und schließlich in das Arbeitserziehungslager Köln-Deutz auf dem Messegelände gebracht. Am 16. September 1944 wurde er ins KZ Buchenwald deportiert, wo er am 3. Oktober 1944 ums Leben kam. 1970 wurde die Straße auf Antrag der CDU-Fraktion nach ihm benannt; ein Stolperstein liegt vor seinem ehemaligen Wohnort Alarichstr. 41.
Quellen: