Deutzer Freiheit
Trägt einen der ältesten Deutzer Straßennamen: „Freiheit" meint im mittelalterlichen Sprachgebrauch einen Bezirk mit eigenem Recht — abgegrenzt von der städtischen Gerichtsbarkeit. Die „Deutzer Freiheit" umschloss das Areal der Benediktinerabtei Deutz (gegründet 1003 von Erzbischof Heribert, siehe Heribertusstr.); hier galt nicht das Stadtrecht Kölns, sondern das Klosterrecht — eine Privilegierung, die das Kloster vor der wachsenden Macht der Kölner Bürgerschaft schützte. 1230 wurde Deutz von Erzbischof Heinrich I. zur Stadt erhoben; die „Freiheit" blieb aber weiterhin ein eigenständiger Klostersprengel. Heute ist die Deutzer Freiheit die zentrale Geschäfts- und Einkaufsstraße des Stadtteils.
Neben der Siegburger Straße war die Deutzer Freiheit die erste besiedelte Straße von Deutz. Sie galt als ein wichtiger Handelsweg. Sie führt heutzutage von der Mindener Straße zur Justinianstraße.