Heribertusstr.
Benannt nach dem hl. Heribert von Köln (~970–1021), Erzbischof von Köln 999–1021 und einer der bedeutendsten Reichsfürsten der Ottonenzeit. Heribert war enger Vertrauter und Kanzler Kaiser Otto III.; auf dessen Sterbebett 1002 in Italien gelobte er, ihm zu Ehren ein Marien-Kloster zu gründen. 1003 verwirklichte er das Versprechen: Auf den Resten des römischen Kastells Divitia (siehe Am Deutzer Kastell) gründete Heribert die Benediktinerabtei Deutz — eines der bedeutendsten Reichsklöster des 11. Jahrhunderts. Die Romanische Abteikirche wurde 1020 von Heribert selbst geweiht; er wurde nach seinem Tod am 16. März 1021 dort bestattet. 1147 wurde Heribert heiliggesprochen; sein Heribertschrein (heute in Alt St. Heribert) ist eine der bedeutendsten Goldschmiedearbeiten des Hochmittelalters. Im Volk gilt Heribert als „Regenmacher" — die Heribert-Prozession wurde bei großer Trockenheit gehalten.
Quellen: