Thusneldastr.
Benannt nach Thusnelda (~10 v. Chr. – nach 17 n. Chr.), Cherusker-Adligen und Frau des Arminius (siehe Arminiusstr.). Thusnelda war Tochter des pro-römischen Cheruskerfürsten Segestes; 14 n. Chr. wurde sie von ihrem Vater an die Römer ausgeliefert. Sie war zu diesem Zeitpunkt mit Arminius verheiratet und schwanger. 15 n. Chr. gebar sie in römischer Gefangenschaft ihren Sohn Thumelicus. Am 26. Mai 17 n. Chr. wurde Thusnelda mit ihrem Sohn im Triumphzug des Germanicus in Rom als „Kriegsbeute" öffentlich vorgeführt — die tiefste Demütigung für Arminius. Tacitus beschreibt sie als würdig und stolz. Über ihr weiteres Leben ist nichts überliefert. Im 19. Jahrhundert wurde Thusnelda zur national-romantischen Heldin (Klopstock-Hymnen, Karl Wilhelm Diefenbachs Bilder); im Cluster der Deutzer Germanen-Straßen ist sie eine der wenigen Frauen.
Quellen: