Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Ripuarenstr.

Länge
55 m
Hausnummern
50679: gerade 2–8
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Stadtteil
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Benannt nach den Ripuariern (auch „Ripuarische Franken"), einem westgermanischen Stamm, der seit dem 4./5. Jahrhundert das linke Rheinufer zwischen Bonn und Düsseldorf besiedelte — also das engere Kölner Umland. Der Name leitet sich von lat. „ripa" (Ufer) ab — sie waren die „Uferfranken" im Gegensatz zu den westlich siedelnden Salfranken. Köln wurde nach Aufgabe durch die Römer um 401 zur ripuarischen Königsresidenz. Die ripuarisch-fränkische Mundart prägt bis heute den Kölschen Dialekt; Sprachwissenschaftler unterscheiden „Ripuarisch" als Dialektgruppe (Köln, Bonn, Aachen). Mit Chlodwig I. (siehe Chlodwigplatz in Altstadt-Süd) verschmolzen die Ripuarier mit den Salfranken zum großen Frankenstamm. In Deutz gehört die Ripuarenstr. zum germanischen Stämme-Cluster (siehe Alarichstr.).

Quellen: