Ripuarenstr.
Benannt nach den Ripuariern (auch „Ripuarische Franken"), einem westgermanischen Stamm, der seit dem 4./5. Jahrhundert das linke Rheinufer zwischen Bonn und Düsseldorf besiedelte — also das engere Kölner Umland. Der Name leitet sich von lat. „ripa" (Ufer) ab — sie waren die „Uferfranken" im Gegensatz zu den westlich siedelnden Salfranken. Köln wurde nach Aufgabe durch die Römer um 401 zur ripuarischen Königsresidenz. Die ripuarisch-fränkische Mundart prägt bis heute den Kölschen Dialekt; Sprachwissenschaftler unterscheiden „Ripuarisch" als Dialektgruppe (Köln, Bonn, Aachen). Mit Chlodwig I. (siehe Chlodwigplatz in Altstadt-Süd) verschmolzen die Ripuarier mit den Salfranken zum großen Frankenstamm. In Deutz gehört die Ripuarenstr. zum germanischen Stämme-Cluster (siehe Alarichstr.).
Quellen: