Judenkirchhofsweg
Erinnert an den ehemaligen jüdischen Friedhof Köln-Deutz — einen der ältesten jüdischen Friedhöfe Mitteleuropas. Der Friedhof wurde 1695 auf Druck der Kölner Bürgerschaft eröffnet, weil die Kölner Juden, die seit 1424 aus Köln verbannt waren, in Deutz Zuflucht gefunden hatten — Deutz gehörte damals nicht zu Köln, sondern zum kurkölnischen Erzstift. Der Friedhof war über 250 Jahre der Hauptbestattungsort der jüdischen Gemeinde Kölns; bis zur Eröffnung des neuen Friedhofs Köln-Bocklemünd 1918 (siehe dort) wurden hier rund 5.000 Personen bestattet. In der NS-Zeit wurde der Friedhof verwüstet; heute steht er unter Denkmalschutz. Die Straße bewahrt mit ihrem ungewöhnlichen Namen die Erinnerung an dieses bedeutende Stück jüdischer Geschichte Kölns auf der „Schäl Sick".
Quellen: