Luise-Straus-Ernst-Str.
Benannt nach Luise Straus-Ernst (1893–1944), Kunsthistorikerin, Schriftstellerin, Journalistin und Künstlerin jüdischer Herkunft. Luise war eine der ersten promovierten Kunsthistorikerinnen Deutschlands und arbeitete ab 1919 am Wallraf-Richartz-Museum in Köln; gleichzeitig war sie eine zentrale Figur der Kölner Dada-Bewegung um Max Ernst, den sie 1918 heiratete (gemeinsamer Sohn: der spätere Maler Jimmy Ernst). 1922 trennte sich das Paar, weil Max Ernst eine Beziehung mit Gala Éluard begann. Als Jüdin emigrierte Luise 1933 nach Frankreich; im Exil schrieb sie ihre Memoiren „Nomadengut" (postum 2000 veröffentlicht). Am 28. April 1944 wurde sie in Manosque verhaftet und am 30. Juni nach Auschwitz deportiert, wo sie ermordet wurde. Die Straße im neu entwickelten Deutzer Hafen ehrt eine zentrale, lange verschwiegene Figur der Kölner Avantgarde.
Quellen: