Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026
2 Denkmale

Alarichstr.

Länge
455 m
Hausnummern
50679: ungerade 1–89, gerade 4–56
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Stadtteil
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Die baumbestandene Alarichstraße verbindet den Gotenring mit der Alemannenstraße. Hier finden sich mehrgeschossige Wohnhäuser, oft schön saniert und unter Denkmalschutz stehend. Die Alarichstraße ist umrahmt von Gotenring, Östlicher Zubringerstraße und Deutzer Ring. In der Nähe der Lanxess-Arena gelegen, bietet die Alarichstraße auch unmittelbaren Zugang zur Severinsbrücke. Benannt ist sie nach Alarich I. (*um 370, +410), dem Westgotenkönig, der die Eroberung Roms 410 anführte. Alarich ist als bedeutender Deutscher in der Walhalla mit einer Gedenktafel verewigt.

Benannt nach Alarich I. (~370–410), König der Westgoten und einem der bedeutendsten Heerführer der Völkerwanderungszeit. Alarich diente zunächst mit seinem Stamm in der römischen Armee; als Herrscher wandte er sich aber gegen das Reich. Am 24. August 410 nahm er Rom ein und ließ es drei Tage plündern — die erste Einnahme Roms seit den Kelten 800 Jahre zuvor. Augustinus, Hieronymus und andere Zeitgenossen sahen darin ein Zeichen für den Niedergang der antiken Welt; Augustinus schrieb daraufhin sein Hauptwerk „De civitate Dei" („Vom Gottesstaat"). Alarich starb noch 410 in Süditalien; der Legende nach ließ man den Fluss Busento umleiten, um ihn dort zu beerdigen. Die Alarichstr. gehört zum großen Germanischen Stämme-Cluster Deutz' (mit Cherusker-, Bataver-, Goten-, Langobarden-, Sachsen-, Süven-, Teutonen-, Thusneldastr. u.v.m.).

Quellen:

Verbundene Baudenkmäler

Stolpersteine in dieser Straße

Erinnerung an Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Die kleinen Messingsteine wurden vom Künstler Gunter Demnig vor dem jeweils letzten frei gewählten Wohnort verlegt.