Sally-Kessler-Weg
Benannt nach Samuel „Sally" Kessler (1912–1985), in Köln geborenem jüdischen Friseur, SPD-Stadtrat und Schoa-Überlebenden. Kessler stammte aus einer jüdischen Familie aus Galizien, die um 1905 nach Köln kam; sein Elternhaus stand in der Kartäuserhof 8, wo die Familie ein Altkleidergeschäft führte und Sally selbst nach seiner Lehre einen Friseursalon eröffnete. Während der NS-Zeit war Kessler in mehreren Konzentrationslagern interniert und überlebte als einer der wenigen seiner Familie. Nach dem Krieg engagierte er sich im SPD-Stadtrat — als einziger Jude im Kölner Stadtrat der Nachkriegszeit (1954–1961, 1963–1975). Im Vorstand der Synagogengemeinde wirkte er ab 1958. Kessler symbolisiert die Wiedererwachung jüdischen Lebens in Köln. 2014 wurde der große Rundweg im Deutzer Stadtgarten nach ihm benannt.
Quellen: