Zoobrücke
Rheinbrücke zwischen Riehl (linksrheinisch) und Köln-Mülheim (rechtsrheinisch), benannt nach dem nahegelegenen Kölner Zoo in Riehl (gegründet 1860, einer der ältesten zoologischen Gärten Deutschlands). Die Zoobrücke wurde 1962–1966 erbaut und am 22. November 1966 eingeweiht — sie war neben der Severinsbrücke (1959) die zweite nach dem Krieg neu errichtete Kölner Rheinbrücke. Architekt war der Kölner Gerd Lohmer (1909–1981, der Architekt zahlreicher Kölner Brücken nach 1945), die statische Planung übernahm der renommierte Stuttgarter Bauingenieur Fritz Leonhardt. Technisch ist die Zoobrücke eine Sensation: die am weitesten gespannte Kastenträgerbrücke der Welt mit nur einem Hauptlager (259 m Spannweite). Den Namen erhielt sie durch einen Leserwettbewerb der Kölnischen Rundschau 1963; sie wurde 1967 mit dem Kölner Architekturpreis ausgezeichnet. Die Brücke schwankt sichtbar bei starkem Verkehr — was bei Anwohnern und Pendlern als „Wackelbrücke" gelegentlich zu Diskussionen führt.
Quellen: