Eigelstein
Der Eigelstein verbindet die Turiner Str. mit dem Ebertplatz. Wahrzeichen der Straße ist die Eigelsteintorburg, ein Überbleibsel der einstigen Stadtmauer. Der Namensteil "Eigel" leitet sich vom lateinischen "aquila" (=Adler) ab und ist ein Verweis auf die römischen Wurzeln Kölns. Über den heutigen EIgelstein marschierten die römischen Legionen bei ihren Verlagerungen zwischen Köln und dem Niederrhein (Neuss und Xanten). Vom Eigelstein zweigt das Sträßchen " Im Stavenhof " ab, das früher ein berüchtigtes Rotlichtviertel war.
Zweite Erklärung:
Eines der ältesten und lebendigsten Quartiere Kölns. Die Straße führt seit römischer Zeit außerhalb der antiken Stadtmauer nach Norden; sie begleitete einen Friedhof, dessen Grabsteine mit steinernen Pinienzapfen als Symbol der Unsterblichkeit gekrönt waren. Die Kölner nannten diese Zapfen „Eychelsteyne" (Eichel-Steine), weil sie wie Eicheln aussahen — daraus wurde im Lauf der Jahrhunderte „Eigelstein". Mit der dritten Stadterweiterung 1180 entstand die Eigelsteintorburg (1228–1248), eines der vier erhaltenen mittelalterlichen Stadttore Kölns; sie sicherte den nördlichen Zugang an der wichtigen Neusser Heerstraße. Heute ist der Eigelstein ein multikulturelles Veedel mit eigenem Bürgersinn und Karnevalstradition („Kölle Eigelstein").
Frühere Bezeichnung: Off dem eigelstein, voir all heiligh, Vor Allerheiligen, Adlerstraße
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Stolpersteine in dieser Straße
Erinnerung an Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Die kleinen Messingsteine wurden vom Künstler Gunter Demnig vor dem jeweils letzten frei gewählten Wohnort verlegt.