Drususgasse
Benannt nach Nero Claudius Drusus Germanicus (38–9 v. Chr.), römischem Feldherrn und Stiefsohn Kaiser Augustus' (siehe Augustusplatz). Drusus leitete von 12 v. Chr. bis 9 v. Chr. die großen römischen Eroberungsfeldzüge über den Rhein und ließ als erster römischer Feldherr Heere bis an Weser und Elbe vorstoßen. Im Zuge dieser Operationen baute er am Niederrhein zahlreiche feste Lager — u.a. Vetera (Xanten), Noväsium (Neuss), Bonna (Bonn) und das Oppidum Ubiorum (Köln). Drusus starb 9 v. Chr. an den Folgen eines Reitunfalls in Germanien; sein Bruder Tiberius brachte den Leichnam unter Aufsehen nach Rom. Die Drususgasse zählt — mit Augustusplatz, Marspfortengasse, Marsplatz, Am Römerturm und Burgmauer — zum Kern der römisch geprägten Straßennamen in Altstadt-Nord.
Quellen:
Verbundene Baudenkmäler
Stolpersteine in dieser Straße
Erinnerung an Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Die kleinen Messingsteine wurden vom Künstler Gunter Demnig vor dem jeweils letzten frei gewählten Wohnort verlegt.