Adolf-Fischer-Str.
Die Adolf-Fischer-Straße verläuft vom Hansaring zum östlich gelegenen Gereonswall. Adolf Fischer (1856-1914) gründete und stiftete 1913 das Museum für ostasiatische Kunst in dieser Straße. Wegen starker Kriegszerstörung wurde das Museum in den 1960er Jahren abgerissen und ein Neubau am Aachener Weiher 1974-1977 erbaut. Die Westseite der Straße grenzt an den Hansaplatz vor den Resten der Stadtmauer. Das Grab Adolf Fischers befindet sich auf dem Friedhof Melaten.
An dieser Straße stand bis zum 2. Weltkrieg das ehemalige, um die asiatische Kunst erweiterte Kunstgewerbemuseum (1897 - 1900 erbaut); sein Grab befindet sich auf Melaten, auf dem ihm zu Ehren am 3.11.1920 ein Denkmal geweiht wurde.
Benannt nach Adolf Fischer (1856–1914), Wiener Schauspieler, Theater-Intendant, Kunstsammler und vor allem Gründer des Museums für Ostasiatische Kunst in Köln, Intendant des Schauspielhauses in Königsberg (1890 - 1892). Fischer reiste zwischen 1892 und 1909 fünfmal durch Japan, China und Korea und baute eine herausragende Sammlung ostasiatischer Kunst auf, die er gemeinsam mit seiner Frau Frieda 1909 dem damaligen Kölner Oberbürgermeister Max Wallraf stiftete — unter der Bedingung, dafür ein eigenes Museumsgebäude zu errichten. Am 25. Oktober 1913 öffnete als erstes Museum für Ostasiatische Kunst in Europa das von Francesco Brantzky entworfene Haus am Hansaring; Fischer starb sechs Monate später in Meran. Heute steht das nach einem Hiroshige-Holzschnitt umgestaltete Museum am Aachener Weiher in Lindenthal — die Adolf-Fischer-Str. erinnert an seine prägende Sammler- und Stifterfigur.