Wohn- u. Geschäftshaus
Das um 1892/93 erbaute, reich dekorierte Eckhaus ist im Zentrum des rund 50 Jahre früher aufgrund privater Initiative entstandenen Ortes (Stadt von 1879 bis 1888) Ehrenfeld ein markantes Zeugnis für stilistisch durchaus eigenständige Vorstellungen Ehrenfelder Bauherren, die sich nicht unbedingt am Vorbild der großen Fassaden der Kölner Neustadt orientierten. Die stuckgegliederte Backsteinfassade des 3geschossigen, von einem Satteldach gedeckten Hauses mit drei zu einer zu zwei Fensterachsen und abgeschrägter, übergiebelter Ecke zeigt einen pittoresken Verschnitt Niederländischer Renaissancemotive, wobei besonders die starke Rustizierung von EG und Gesimszone der ersten Etage auffallen und die strahlenförmig betonten Bogensteine der Fensterbekrönungen. Der hohe, durchfensterte Giebelaufsatz betont die Hausecke türmchenartig; die äußerste der drei Fensterachsen ist teilweise noch original erhalten, ebenso die Haustür, die allerdings stark beschädigte Originaltreppe und die alten Wohnungstüren. In städtebauliche Hinsicht unentbehrlich ist das Gebäude nicht nur als Teil der erhaltenen historischen Bebauungszüge beider Straßen, sondern auch als einer der vier Eckhäuser, die die Kreuzung als optische Scharnierpunkte gestalterisch dominieren.
Detail-Daten · Denkmalliste der Stadt Köln
- Baudenkmalnr.
DE_05315000_A_3052- Typ
- Gebäude-Denkmal
- Bezeichnung
- Wohn- u. Geschäftshaus
- Adresse
- Christian-Schult-Straße 18 , 50823 Köln
- Stadtteil
- Ehrenfeld
- Baujahr
- 1892 bis 1893
- Eigentum
- privates Eigentum
- Denkmal seit
- 22.07.1984
- Koordinaten
50.94903° N, 6.92711° E