Ehrenfeld liegt am nordwestlichen Rand der Kölner Innenstadt und gibt dem Bezirk Ehrenfeld seinen Namen. Rund 38.000 Menschen leben hier auf 3,7 Quadratkilometern.
Ehrenfeld entstand fast aus dem Nichts auf freiem Ackerland. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts siedelten sich vor den Toren der Stadtmauer Ziegelbrennereien an, den entscheidenden Schub brachte aber der Bau der Eisenbahn nach Aachen 1844. Schon 1845 folgten die erste Industrieansiedlung und die Gründung des Vororts, der seither den Namen Ehrenfeld trägt. 1867 wurde Ehrenfeld Gemeinde, 1879 Stadt – mit Hugo Jesse als erstem und einzigem Bürgermeister. 1888 wurde die rasch gewachsene Industriestadt nach Köln eingemeindet.
Im Zweiten Weltkrieg wurde Ehrenfeld stark zerstört. In der Reichspogromnacht 1938 brannte die Synagoge; Stolpersteine erinnern an deportierte jüdische Bewohner. Mitglieder der Ehrenfelder Widerstandsgruppe wurden vor Kriegsende hingerichtet.
Heute ist Ehrenfeld ein lebendiges Wohn-, Geschäfts- und Kulturviertel mit der Venloer Straße als Einkaufsmeile. Der ehemalige Arbeiterstadtteil ist mit seinen günstigen Mieten und Industrieflächen bei Kunstschaffenden und Studierenden beliebt. Bekanntestes Industriedenkmal ist der Heliosturm; charakteristisch sind auch die schmalen „Dreifensterhäuser".